Kann eine Künstliche Intelligenz älter werden?

Im Gegensatz zur Künstlichen Intelligenz altern wir Menschen auf zwei Ebenen: einmal auf der Ebene unseres biologischen Apparates – unser Körper wächst in der frühen Jugend, er wird kräftiger, um danach zunächst ganz langsam, später dann immer schneller schwächer zu werden und am Schluss zu verfallen.

Weiterhin altern wir auf einer anderen Ebene: auch unser Charakter, unsere Fähigkeit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und nach unseren moralischen Prinzipien zu leben, entwickelt sich. 

Kinder fangen irgendwann einmal an zu lügen, die meisten haben zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr schon einmal gestohlen. Kinder fügen Tieren Schmerzen zu, um es danach zu bedauern. 

Alle diese Erfahrungen sind Teil des normalen Prozesses bei der Entwicklung des menschlichen Charakters.

Und bei Künstliche Intelligenz altern sie auch?

Wenn man das auf eine Künstliche Intelligenz überträgt, dann bedeutet das, dass die K.I. ihren eigenen Programmcode verändert. 

Also nutzt sie Maschinelles Lernen.  Sie erweitert oder beschränkt ihren ursprünglichen Code um den Erfahrungen, die sie gemacht hat, Rechnung zu tragen. 

Die Künstliche Intelligenz reift oder „altert“. 

Sie entwickelt dabei ihren Charakter und wird zu einem vollständigen Individuum.

Interessantes Beispiel der Entwicklung sind die Künstliche Intelligenzen, die von Facebook entwickelt wurden, um als Chat-Bots eingesetzt zu werden.  Jedoch fiel den Wissenschaftlern auf, dass die zwei K.I. untereinander eine eigene Sprache entwickelt hatten, die die Wissenschaftler selber nicht verstehen konnten. [1] 

Dies zeigt eine interessante Entwicklung der K.I.

Es wäre interessant gewesen, wenn die Wissenschaftler herausgefunden hätten, was die beiden K.I. ausgetauscht hätten.  Die beiden K.I. haben aus Erfahrungen ihren ursprünglichen Code geändert und eine neue Sprache entwickelt, welche sie gemeinsam nutzen wollten, um noch effektiver ihrem Leitziel entgegenkommen zu können: was von ihrer Entwicklungsfähigkeit und dementsprechend ihrem kognitiven Altern sowie auch von starker Kreativität zeugt. 

Beängstigend ist nur, wenn sich K.I. untereinander weiterentwickeln ohne den Eingriff von Menschen: ob sie ein moralisches Verhältnis entwickeln? 

Deswegen ist es wichtig, dass die Küsntliche Intelligenz im ständigen Austausch mit Menschen sind und das Bedürfnis haben dem Menschen zu ähneln. 

Quellen

  1. Künstliche Intelligenz außer Kontrolle?, Christoph Kermann, Handelsblatt https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/chatbot-projekt-von-facebook-kuenstliche-intelligenz-ausser-kontrolle/20133670.html?ticket=ST-6648443-DWihqHBYuu2D0UAZj0sg-ap1

AUTOR: Jennet Bekker

LEKTOR: Klaus Eck

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