Die erste Emotion einer Künstlichen Intelligenz

Im 2. Teil von der Serie: KI und Emotionen

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Die erste Emotion– Der Prokaryont

Wir Menschen haben leicht das Gefühl mit einem Menschen zu reden, wenn wir eine plausible Reaktion erhalten.

„Alexa ich habe Lust auf cats.“

„Möchtest du das Musical Cats hören oder einen Trailer auf YouTube anschauen?“ Ist eine plausible Antwort.

Solche kontextbezogenen Reaktionen lernen die heutigen Programme leicht, denn der Kontext ist klar. Dar Begriff „Lust“ wird als der Wunsch nach Unterhaltung interpretiert. Andere Aspekte bleiben außen vor. Natürlich liegt es daran, dass wir Alexa genau darauf konditioniert haben. Wir haben sie nicht mit Fragen konfrontiert wie:

„Alexa ich habe Lust eine Katze zu streicheln.“

Oder

„Alexa ich habe Lust auf eine Katze.“

Wir wissen, Alexa kann uns da nicht helfen. Noch schwieriger wird es bei rein emotionalen Problemen, Stimmungen und Wünschen. Die KIs der nächsten Generation werden darauf Antworten geben müssen.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Ich habe mich über die Reaktion eines Internetdienstleisters beklagt. Die Antwort, die ich erhielt, machte alles nur noch schlimmer, weil es mein Problem nicht nur nicht löste, sondern aggravierte. Ich war überzeugt es mit einem Menschen zu tun zu haben.  Meine Antwort enthielt dementsprechend sarkastisch-ironische Züge. Was ich daraufhin vom Dienstleister zu hören bekam war entlarvend.

Die KI, die mit mir kommunizierte, versuchte aus meiner Ironie, technische Probleme zu konstruieren und Lösungen vorzuschlagen. Auch meine Hinweise, zum Beispiel die Unterschrift in der Korrespondenz, änderte nichts:

„Sincerely Yours,

A Human“

Offensichtlich war die Künstliche IntelligenzI durch meine emotionalen Reaktionen überfordert. Die heutigen Lernprogramme geraten da an ihre Grenzen.

Eine Lösung wäre, wir kopieren wieder die Natur: Die erste Emotion.

Die Lebewesen in der Natur, ob Tiere, Pflanzen oder Bakterien, sie empfinden Wohlsein oder Unwohlsein. Diese erste Emotion ist der Grundbaustein für deren Lernen, auch für unser Wissen.

Der nächste Schritt der KI wird, dass sie lernen Wohl-Sein und Unwohl-Sein zu empfinden. Nur so können sie auf gleicher Eben mit uns Kommunizieren.

AUTHOR: Aybiline I. Dahlson


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